Valledoria (im Zentrum der Nordküste - nur 11 km von Castelsardo) ist eine junge, aufstrebende Gemeinde mit langer Geschichte. Unser Ort wurde zwar erst im Jahre 1961 offiziell gegründet doch findet man im Bereich der Gemeindegrenzen Zeugnisse aus einer fernen Vergangenheit.
Sardinien gilt schon seit Jahrtausenden als ein sehr gastfreundliches und friedliches Kulturland, das aber sehr unter seinen Eroberern leiden musste. Schon zu Zeiten der punischen Kriege stellte Iuliola (später auch als Ampurias erwähnt) ein an der Mündung des Flusses Coghinas gelegenes aktives und wichtiges Handelszentrum dar.
Leider wurden diese Zeugnisse der ersten Besiedlung der Gegend Valledorias durch Einfälle von Barbaren weitgehend zerstört, doch dies kann die ferne Geschichte nicht vergessen machen.
Der Name des Ortes Valledoria (übersetzt: Tal der Doria) stammt von der genuesischen Familie Doria, die den nördlichen Landstrich im Mittelalter beherrschte und auf einem nahe gelegenen Gebirgszug eine Burg erstellte. Die Überreste dieser Burg Casteldoria überblicken das große Tal des Flusses Coghinas.
Während der Besetzung durch Aragon herrschten zahlreiche Epedimien, die das Tal fast komplett entvölkerten.
Die Landwirtschaft hat die Entwicklung des heutigen Valledoria sehr geprägt. Die strategisch wichtige Lage am Fluß Coghinas und die verstärkte Urbarmachung der Felder liessen den Ort und sein direktes Umland aufblühen und zu einer der wichtigsten Hersteller zahlreicher Agrarprodukte werden. Die Felder Valledorias versorgen ganz Europa mit Artischocken (November-April), Melonen und Tomaten (Sommer).
Der Wasserreichtum sorgt dafür, dass Valledoria auch in den warmen und trockenen Sommermonaten im Überfluss über das nötige "frische Nass" verfügt.
Seit den 70er Jahren entwickelt sich der Tourismus in rasantem Tempo und wurde zu einer weiteren, wichtigen Einnahmequelle. Entlang des Coghinas und der Meerküste entstanden, stets in Einklang und Harmonie mit der Natur, Campingplätze, Hotels, Ferienhäuser und Ferienwohnungen. Touristenburgen entlang der Strände sind hier verpönt.
Valledoria bietet eine grosse Auswahl an Einkaufsgelegenheiten aller Art. Supermärkte (teils das ganze Jahr über auch sonntags geöffnet), Modeboutiken, Schuhläden und Geschäfte für Urlaubsartikel sind vorhanden.
Desweiteren laden auch einige Schmuckläden und Juweliere zu einem Besuch ein. Man bietet fast ausschliesslich Werke heimischer Goldschmiede an (besonders sardischer Filigranschmuck). Diese könnten durchaus den einen oder anderen Gelbeutel einer sympathischen Belastungsproben unterziehen. Bei "Geldknappheit" eilen sehr gerne 3 Banken (jeweils mit Geldautomaten) zu Hilfe.
Restaurants, Pizzerien und Agriturismo (= Bauernhöfe) sorgen dafür, dass man während des Urlaubes nicht verhungert. Man bietet den Gästen nicht nur italienische Speisen sonden auch regionale, typische sardische Gerichte.
Auch nicht ganz unwichtig, ist die Präsenz mehrerer Fachärzte (Zahnärzte, Kinderärzte, Allgemeinärzte,....) und einer Apotheke. Während der Sommermonate, d.h. von Mitte Juni bis Mitte September öffnet auch eine Guardia turistica ihre Pforten. Es handelt sich hierbei um einen von der Region Sardinien organisierten Service für alle lokalen Urlaubsgäste, die 24 Stunden am Tag auf ärztliche Hilfe zurück greifen können. Valledoria hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Zentrum der Nordküste Sardiniens entwickelt. Aus diesem Grund sind alle Geschäfte, Serviceleistungen und fast alle Restaurants das ganze Jahr über geöffnet bzw. erhältlich. |