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Wie schon an anderer Stelle erwähnt, wurde die heutige Provinzhauptstadt Sassari (Tatthari)
zuerst an der Küste gegründet, dem heutigen Porto Torres.
Die zahlreichen Belagerungen und die hohe Zahl an Malariaopfern bewogen die meisten Einwohner an sicherer Stelle nochmals eine Siedlung zu erstellen.
Heute zählt die aufstrebende Provinzhauptstadt immerhin 130.000 Einwohnern).
Wie alle größeren Ortschaften auf Sardinien, kann auch Sassari auf eine bewegte Geschichte zurück blicken. Die wechselnden Machthaber (Pisa, Genua, Aragon, Savoyen,.....) haben das Stadtbild, den Baustil, die Wirtschaft, die Sprache und das gesellschaftliche Leben stark geprägt.
Nach der Vertreibung der Belagerer wurde zwar das aragonesische Kastell weitgehend geschliffen, doch bewahrte man den mittelalterlichen Stadtkern, dessen barocke Fassade vom Prunk der spanischen Religiosität zeugt. Bei Umbauarbeiten der zentral gelegenen "Piazza Castello" im Jahre 2010 kamen ehemalige, geheime Gänge des Kastells zum Vorschein, die zur Zeit restrukturiert und später dem Publikum zugängig gemacht werden.
Die Stadt hat in den letzten Jahren - auch mit Hilfe der Europäischen Union - sehr viel in die Erhaltung und Wiederbelebung des historischen Stadtkerns investiert. So wurde im Jahr 2010 auch die nahe gelegene Piazza d'Italia komplett restrukturiert. Sie befindet sich vor dem prächtigen Palast der Provinz Sassari.
Hervorzuheben ist auch die Universität, die zu den ältesten und bedeutendsten Italiens gehört. Persönlichkeiten wie der 2010 verstorbene Präsident Francesco Cossiga, Ex-Präsident Antonio Segni und der langjährige Vorsitzende der kommunistischen Partei Italiens, Enrico Berlinguer, haben dort studiert. Vor allem die Absolventen der medizinischen Fakultät genießen einen exellenten Ruf und sind demnach sowohl in Italien als auch im Ausland sehr gefragt.
Besondere Anziehungspunkte sind vor allem auch der Dom, das archäologische Museum Sanna und der Pavillon des Handwerks. Oft werden einzelne restrukturierte, in der historischen Innenstadt gelegene Villen zu Sonderaustellungen genutzt. Die Piazza d'Italia ist der lebendigste Platz der Stadt Sassari. Sie ist Heimat vieler Feste, Feiern und Kundgebungen. Zugleich ist sie auch Ausgangpunkt für einen ausgedehnten Stadtbummel. Wer Lust auf shopping hat, braucht einen langen Atem und genügend Zeit - aber man wird dafür auch wirklich belohnt.
Grosse Kaufhäuser oder Einkaufszentren kennt die Innenstadt von Sassari nicht. Im Umkreis der beiden Plätze Piazza d'Italia und Piazza Castello findet man in schier unzähligen und romantischen Gassen eine grosse Auswahl an Geschäften aller Art. Man wird zuvorkommend und auf herzliche Art, zumeist direkt vom Besitzer bedient.
Sollte ein Kleid oder eine Hose nicht gleich passen, greift die Hausherrin oder -herr direkt zu Nadel und Faden. Die meisten Schmuckläden bieten Kunstwerke aus eigener Produktion an. Besonders typisch für Sardinien sind der Filigran- und Korallenschmuck. Zu jeder Zeit wird man fachkundig beraten und erhält auch ein Echtheitszertifikat.
Lederwarengeschäfte (italienische Schuhmode und Taschen) genügen allen Ansprüchen. Die Altstadt Sassari ist auch Heimat der in Mitteleuropa fast ausgestorbenen Tante-Emma-Läden. Seien es nun Gemüse- und Obstläden, Bäcker oder Metzger oder auch leckere Fischläden - man findet eben alles und dafür benötigt man ordentliches Fusswerk.
Aber ehrlich gesagt, es muss nicht immer ein anonymer Supermarkt sein. Der besondere Flair, der familiäre Charakter und das kurze Gespräch über alltägliches mit dem Verkäufer tun der Seele wirklich gut. Und sollte man der italienischen Sprache nicht mächtig sein, tut es auch ein einfaches "ciao" und man wird mit einem entwaffnenden Lächeln beschenkt.
Über die Einkaufsstraße Brigata Sassari (benannt nach einer Eliteeinheit des italienische Militärs, die durch die beiden Weltkriege einen legendärem Ruf erlangte) erreicht man die Viale Italia. Hier finden man Geschäfte grössren Ausmaßes mitteleuropäischen Zuschnitts.
Sollte man ob des langen shoppings eine Erfrischung benötigen, findet man in der Nähe der beiden Plätze Piazza d'Italia und Piazza Castello ein grosse Auswahl an Bars, Eisdielen und eine der ältesten Konditoreien der Stadt Sassari.
Aber auch grössere und kleinere Restaurants erfreuen so manchen Gaumen. Für den kleinen Appetit findet man einige, kleine Pizzastände und auch das bekannte Fainè. Hierbei handelt es sich um eine typisches Gericht aus Sassari genuesischem Ursprungs: Teiggericht (aus Kichererbsenmehl) in grossen Pfammen gebacken und reichlich mit Pfeffer gewürzt.
Dem verwöhnten Gaumen sei jedoch geraten, dem Restaurant Belle bè in der Via Usai, im historischen Stadtkern, einen Besuch abzustatten. Ein Geheimtipp für jeden Sassari-Besuch. Im Gegensatz zu den meisten anderen besticht dieses Restauranst mit Qualität, einer reichhaltigen Auswahl an typischen lokalen und spanischen Gerichten und all dies zu sehr günstigen Preisen. Dem Besucher sei vor allem empfohlen, die Tapas zu versuchen!
Besondere Anziehungspunkte sind vor allem das archäologische Museum, der Pavillon des Handwerks und unvergeßliche folkloristische Veranstaltungen, wie das Reitfest La Cavalcata , am vorletzten Sonntag im Mai, und der Umzug der Candelieri am 14. August.
Auch Castelsardo, Kleinstadt mit 5.000 Einwohnern (11 km von Valledoria entfernt), am großen Golf von Asinara gelegen, hat eine Jahrhunderte alte und sehr wechselhafte Geschichte zu erzählen. Wie schon in Alghero hinterließen die damaligen Herrscher ihre Spuren.
Die im 11. Jahrhundert gegründete Stadt bietet faszinierende Überraschungen an historischen Monumenten, Kunstwerken und Handwerksarbeiten. Besonders sehenswert neben der Burg und der Kirchen ist die Architektur der historischen Altstadt.
Es wurde wahrlich jeder sich bietende Flecken Erde bebaut. Die einzelnen engen Gassen erlauben keinerlei Autoverkehr - welch eine Segen.
Ozieri mit seinen fast 11.000 Einwohner wird oft auch als die Hauptstadt von Monte Acuto bezeichnet, einer der vielen kleinen historisch-geografischen Regionen, in die Sardinien aufgeteilt ist.
Da die Kleinstadt in einer sehr fruchtbaren Gegend liegt, wird ihr auch liebevoll der Beinamen Königin von Logudoro (Logudoro = Ort des Goldes) verliehen.
Die Anziehungspunkte Ozieris sind die Kathedrale mit den Gemälden eines unbekannten Malers, das archäologische Museum, das viele Dokumente der vorchristlichen Kultur ausstellt und das Institut zur Förderung der Pferdezucht in Sardinien.
Die Perdezucht hat auf der Insel einen sehr hohen Stellenwert. Im nahegelegenen Foresta Burgos werden herrliche Exemplare der Rasse anglo-sardo-arabo gezüchtet, die auf allen Pferderennplätzen der Welt bekannt ist. Wer nicht unbedingt eine Weltreise unternehmen möchte, kann sich auch auf dem Rennplatz von Chilivani, wenige Kilometer westlich von Ozieri entfernt, von der Qualität der Pferde überzeugen.
Die Provinz Sassari ist reich an Mineralwasserquellen, die schon seit der Zeit der Römer bekannt sind. Die Thermalquellen von Casteldoria, am Fluß Coghinas in der Nähe der Ortschaften Santa Maria und Viddalba gelegen, werden empfohlen bei Störungen der Atemwege und bei rheumatischen und artritischen Schmerzen.
Aber auch ohne derartige Gebrechen ist der Badespaß in dem bis zu 70° C warmen Wasser des Flüßchens garantiert. Die Quellen von Rinaggiu in Tempio hingegen werden vor allem ob ihrer diuretische (harntreibende) Wirkungen empfohlen.
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